Environmental Safety Organisation

Abteilung Umweltsicherheit

Bei Procter & Gamble gab es schon seit den späten sechziger Jahren eine Abteilung zur Sicherung des Umweltschutzes. Zwanzig Jahre lang war diese fast ausschließlich in Cincinnati, Ohio, in den USA angesiedelt. Heutzutage sind für diese Abteilung weltweit 40 Wissenschaftler tätig, von denen etwa die Hälfte in Europa arbeitet, in erster Linie am Eurocor Technical Centre in Belgien, bei Brüssel.

Für die Abteilung Umweltsicherheit von Procter & Gamble arbeiten promovierte Wissenschaftler in den verschiedensten Fachgebieten, wie zum Beispiel der Umwelttoxikologie, Mikrobiologie, Bioabbaubarkeit, Ökologie, Umwelttechnologie, der analytischen Chemie, mikrobiellen Ökologie, Umweltmodell-Analyse und dem Life Cycle Assessment.

Neben den Erkenntnissen aus den Forschungslabors ist ein großer Wissensschatz mithilfe computergestützter Anwendungen entstanden, wie zum Beispiel durch die Erstellung von Expositionsmodellen, Zusammenhängen von Strukturen und Aktivitäten (SAR; structure-activity relationships), Risiko- und Wahrscheinlichkeitsbeurteilung sowie durch geographische Informationssysteme (GIS; geographical information system).

Die Beurteilung des Umweltrisikos (ERA; Environmental Risk Assessment) erfolgt mit Hilfe eines Stufenmodells zum Testen der Auswirkungen (ausgehend von Vorhersagemodellen, über Kurzzeittests und Langzeittests bis hin zu Tests in Ökosystemen) sowie eines stufenweisen Ansatzes zum Verbleib der Substanz (ausgehend von Vorhersagemodellen, über Respirometrie und Abwasserbehandlungssimulation, Versuchsansätze mit realistischen Konzentrationen radioaktiv markierter Substanzen, bis hin zur Messung der tatsächlichen Konzentrationen in der Umwelt).

In den neunziger Jahren hat das Unternehmen P&G seine Möglichkeiten zur Durchführung von Ökotoxizitätstests und Forschungen mit Algen, Wirbellosen, Fischen und Gewebszellkulturen im eigenen Hause erweitert, wie auch seine Ressourcen für die Durchführung von Tests zu Behandlungsmöglichkeiten und Tests zum Verbleib der Substanzen. Derzeit stehen folgende Testressourcen zu unserer Verfügung:

Toxizität gegenüber Wasserpflanzen mithilfe von grünen Algen und einem Testansatz mit Mikrotiterplatten
 
Durchflusstests mit bestimmten Substanzen an Fischen und Wirbellosen
 
Künstliches Fließgewässer zur Simulation von Umweltbedingungen für ökotoxikologische Untersuchungen auf höchstem Niveau
 
Respirometrie zum Screening der Bioabbaubarkeit
 
(Semi-) kontinuierliches Belebtschlammverfahren und Tests mit dem "offenporigen Topf" hinsichtlich der Entfernbarkeit
 
Klärgrubenmodell
 
Die analytische Chemie unterstützt Toxizitätstests und Tests zum Verbleib der Substanzen (GC/MS, LC/MS, MS/MS, RAD-TLC, RAD-LC, RAD-GC, LSC, Verbrennungsanalyse)